Krise ade! In Norderstedt wird einfach weiter gebaut
Auszüge aus dem Artikel von Andreas Burgmayer, Norderstedter Zeitung Internetausgabe vom 3. Februar 2010, 06:00 Uhr .
Etwa 500 000 Euro fließen jährlich in den Haushalt – auch im Krisenjahr 2009. Derzeit sind 42 Bebauungspläne im Verfahren.
Norderstedt. Der Wohnungs- und Gewerbebaumarkt in Norderstedt trotzt der Krise. “Es wird ungemindert gebaut in unserer Stadt”, sagte Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote bei der Präsentation des Programms für “Rund ums Haus”, der führenden Infomesse für Bauherren im Raum Schleswig-Holstein und Hamburg. Indiz für die rege Bautätigkeit ist laut Grote die Entwicklung der städtischen Einnahmen aus den Baugebühren. 2009 lagen diese wie in den Vorjahren bei etwa 500 000 Euro, so Grote. In den 40 Jahren des Bestehens der Stadt habe die Verwaltung 266 Bebauungspläne rechtskräftig auf den Weg gebracht, derzeit seien 42 in laufenden Verfahren. Bis 2030, so die Prognose der Stadtplaner, müssen in Norderstedt etwa 3850 Wohnungen gebaut werden.
Norderstedt wird Hochschul-Standort
Die Fachhochschule Lübeck wird in Norderstedt eine Außenstelle errichten. Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote bekräftigt, dass noch in diesem Jahr die drei Studiengänge Energieeffizienz,
Industrial IT und intelligentes Bauwesen beginnen werden.
Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote im Wochenblatt: „Ich bin mit meinem Amtskollegen Bernd Saxe einig, dass dies eine hervorragende Kooperation mit großem Potential sein kann, die beiden Seiten nützt.“ So würde der Norderstedter Standort der Fachhochschule einen ganz neuen Markt eröffnen, der sogenannte Drittmittel der Industriebetriebe einwerben kann.
Gerade im bevölkerungsreichen Süden Schleswig-Holsteins gibt es viele Interessierte. Das Einzugsgebiet der fünftgrößten Stadt Schleswig-Holsteins schließt rund 150 000 Menschen ein. Die Studierenden aus dem Hamburger Umland sollen ihre Leistungsnachweise nun künftig in Norderstedt erbringen, so dass die Fahrten nach Lübeck und eventuelle Übernachtungen in der Hansestadt entfallen.
Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote startet Countdown-Uhr für die Landesgartenschau
Am Donnerstag, 21. April 2011, um 11 Uhr, soll die Landesgartenschau am Stadtparksee eröffnet werden. Damit die Norderstedter jetzt nicht immer kompliziert nachrechnen müssen, wie lange es noch bis zum Eröffnungstag ist, enthüllten Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote und Julita Zaremba, die Center-Managerin des Herold Centers, am 1. Februar eine rückwärtslaufende “Countdown-Uhr” für die Blumenschau.
In den Countdown-Wochen im Herold-Center wurde mit den Aktionen Pflanzen eintopfen mit Kindern, Kinderfoto-Aktionen mit den Maskottchen Birk, Lilly und Fleur, den drei Elfen der Landesgartenschau, der ”KunstWerkstattNatur” und Blumengrüßen zum Valentinstag für die Landesgartenschau geworben.
Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote warb bei der Scharfstellung der Countdown-Uhr ebenfalls sehr pragmatisch für die Landesgartenschau: “Wer in diesem Jahr zum Geburtstag oder zu Weihnachten keine Dauerkarte für die Landesgartenschau verschenkt, der hat seine Familie nicht lieb!”
Die Countdown-Uhr tickt.
Insolvenz für Print 64 abgewendet und 55 Arbeitsplätze gerettet
Die vielfach prämierte Norderstedter Edeldruckfirma Print 64 hatte sich gerade für vier Millionen Euro moderne Heidelberger Druckmaschinen-Straße in die Halle gestellt, da sanken die Preise für veredelte Druckerzeugnisse in der Wirtschaftskrise ins Bodenlose. “Auf einmal gab es rote Zahlen und die Firma reichte beim Amtsgericht Norderstedt die Insolvenz ein.
Hans-Joachim Grote, ein Investor, ein Nachbar, ein Anwalt sowie ein Makler sorgten für die Rettung der 55 Arbeitsplätze. Die Stadt Norderstedt stellte den Kontakt zwischen Print 64 und dem Hamburger Immobilienkaufmann André Ewert für eine zukünftige Zusammenarbeit her. Ewert vertritt im Auftrag des Maklerbüros Erich E. Beyer die Plath EFT, den Nachbarn von Print 64 am Gutenbergring. Die Firma suchte nach passenden Erweiterungsflächen.
