Energiekonzepte zur Ressourcenschonung
Die Klimakonferenz in Kopenhagen hat uns allen nochmals die besondere Verantwortung für unsere Zukunft vor Augen geführt. Kopenhagen war bekanntlich leider kein Erfolg. Die Stadt Norderstedt hingegen ist auf einem guten Weg.
Im Dezember ist Norderstedt für seine Bemühungen mit dem „kommunalen Nachhaltigkeitspreis des Landes Schleswig-Holstein“ ausgezeichnet worden. Dieser Preis ist inzwischen die 31. Auszeichnung, die wir für das Engagement in Sachen Klima, Umweltschutz und Nachhaltigkeit in den letzten Jahren erhalten haben.
Für mich sind diese Auszeichnungen ein besonderer Ansporn weiter zu machen und neue Projekte anzupacken, um Norderstedt nachhaltig fit für die Zukunft zu machen. Dieses Engagement in unserer Stadt hat dazu geführt das ich als einziger Vertreter einer Stadt in den Klimarat des Landes Schleswig-Holstein berufen worden bin.
Eng damit verbunden werden wir das Integrierte Stadtentwicklungskonzept ISEK 2030 diskutieren. Das ISEK beleuchtet harte und weiche Standortfaktoren und bildet einen gewichtigen Baustein für eine Stadtentwicklung mit Augenmaß: Wohnen, Kultur, Gemeinschaft, Bildung, Wirtschaft, das grüne Magistralensystem.
Mit den Stadtwerken, unserem stadteigenen Versorgungsunternehmen, erschließen wir die neuen Energietechnologien der Zukunft.
Energiekonzepte zur Ressourcenschonung und Co2-Minderung sind und werden von uns in Maßnahmenplänen seit Jahren entwickelt und fortgeschrieben. Es sind strukturelle Maßnahmenpläne, die auf Modernisierung von Erzeugungsanlagen, Fernwärmeausbau, Kraftwärmekopplung und Dämmung von Gebäudestrukturen in Norderstedt zugeschnitten sind. Unsere Stadtplanung und die städtischen Betriebe sind hier eng verzahnt und richten Planung und Ausbau der Infrastruktur danach aus.
Mit dem Aufbau der Kompetenzzentren mit den Schwerpunkten Energie-Effizienz, intelligentes Bauen und Industrial IT wird die Grundlage für den Einsatz von Schlüsseltechnologien in allen Bereichen der Umwelt- und Ressourcenschonung unseres Lebens erforscht und in die Praxis umgesetzt. Die Zusammenführung von Gewerbe, Haushalten, Erzeugung und Verteilung von Energie wird in konkreten Projekten bereits heute vorbereitet und vorangetrieben. Die Ziele orientieren sich über die Festschreibungen der Reduktionsziele des Annex I des Kyoto-Protokolls hinaus.
Wie ernst es uns mit der Durchführung ist, wollen wir mit einem lokalen Klimagipfel demonstrieren. Globale Auswirkungen und ihre Langfristigkeit sollen von Experten vorgestellt werden. Wie sehr es notwendig ist, dass dieser Ansatz im Kleinen mit einer Kommune funktionieren kann, wird anhand konkreter Projekte aus allen Bereichen mit Experten diskutiert werden. Wissenschaft, Forschung und Entwicklung können mit Industrie, Handwerk und Versorgungswirtschaft den Bogen für eine zukunftsgerichtete Zusammenarbeit spannen.
Es geht um Modelle und Zusammenhänge zwischen globalen Wirkungen und lokalen Handeln, um Erfolgsaussichten und Erfolgskontrolle.
