Oberbürgermeisterwahl am 9. Mai 2010
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    Hans-Joachim Grote on Facebook

    Norderstedt – Lebenswerte Stadt für Jung und Alt

    Die gerechte Stadt

    Eines der wichtigsten Leitziele aus dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK 2030) unserer Stadt lautet: “Die wachsende Stadt rechtzeitig auf die Auswirkungen des demografischen Wandels vorbereiten.”

    Wir wollen jungen Familien und Ihren Kindern eine Zukunft in unserer Stadt bieten. Wir wollen jungen Menschen Perspektiven eröffnen und ihnen eine gute Zukunft schaffen. Dies haben unsere Eltern getan und auch deren Eltern.

    Die Begriffe „Kinderfreundliche Stadt“, und „Familiefreundliche Stadt“ dürfen keine leere Worthülle sein, Dies ist der Generationenvertrag, dies ist unsere Generationenpflicht!

    Es ist aber genauso unsere Pflicht, eine „Seniorenfreundliche Stadt“ zu sein. Gemeinsam mit starken Partnern wie unserem Seniorenbeirat, dem Pflegenetzwerk, dem Hausarztnetz Norderstedt und den Wohnungsunternehmen haben wir schon erste Schritte in die richtige Richtung gemacht.

    Rahmenbedingungen schaffen

    Optimale Rahmenbedingungen zu schaffen, ist eine der wichtigsten gesellschaftliche Aufgaben. Ich sehe dabei folgende Schwerpunkte:

    Wir müssen uns neu darüber verständigen, was unsere Gesellschaft zusammenhält, was alt und jung verbindet. Auf Lebenserfahrung und Kompetenz wollen und dürfen wir nicht verzichten.

    Vor einigen Wochen hatte ich in meinem Büro Besuch von einer älteren Dame. In einem persönlichen Gespräch hat Sie mir über Ihr Sorgen berichtet: Sie lebt in einem vertrauten Umfeld, allerdings in einer Wohnung die weitestgehend nicht seniorengerecht ist. Ihr größter Wunsch wäre, in einigen Jahren in einen Wohnbereich umzuziehen, der betreutes Wohnen ermöglicht, vielleicht generationsübergreifend ist, in der Nähe des alten Wohnquartiers liegt und Einkaufsmöglichkeiten „um die Ecke“ bietet, sprich: der ihr so lange wie möglich ihre eigene Selbständigkeit erhält.
    Und diese ältere Dame ist kein Einzelfall: Gemeinschaft – das Zusammenleben und Zusammenhalten gewinnt in einer Zeit wachsender Unsicherheit wieder stark an Bedeutung. Eine gute Nachbarschaft pflegen, einander helfen und für einander da sein wird in Zukunft immer wichtiger werden.

    Hier sehe ich ein weiteres ganz wichtiges Aufgabenfeld für die kommenden Jahre. Hier wird zu beweisen sein, dass wir in Norderstedt tatsächlich „Eine Idee voraus“ sind. Die Herausforderungen, die sich aus der demografischen Entwicklung ergeben werden, zu bewältigen, wird Engagement und Geld kosten. Gemeinsam, Stadt, Wohnungswirtschaft, Seniorenbeirat und die vielen Organisationen in unserer Stadt werden wir neue Wege beschreiten müssen und ich bin zuversichtlich, dass Norderstedt auch diesen Entwicklungsschritt meistern wird – dafür setze ich mich ein!

    Selbstbestimmt im Alter

    Heute können glücklicherweise immer mehr Menschen bis ins hohe Alter ihr Leben aktiv und selbstbestimmt führen. Leider gibt es gleichzeitig viele ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, die den Eindruck haben, dass sie nirgends mehr gebraucht werden, dass ihnen niemand mehr zuhört. Dies Potential müssen wir für unsere Gemeinschaft nutzen. So werden wir alle voneinander lernen und als Stadt insgesamt voneinander profitieren.

    Zum Altern gehört leider aber auch, dass man hilfsbedürftiger oder krank werden kann. Wenn Menschen dauerhaft die Hilfe und Unterstützung anderer benötigen, darf das aber nicht in Fremdbestimmung münden.

    Bezahlbare Angebote nach Maß

    Gewünscht werden heute Angebote, die den Bedürfnissen nach Individualität, Vertrautheit und Häuslichkeit Rechnung tragen. Dazu brauchen wir differenzierte auf die  unterschiedlichsten Lebenssituationen ausgerichtete Angebote für Seniorinnen und Senioren.

    Wohnen nach Wunsch

    Wir werden in Zukunft wieder immer mehr generationenübergreifend Zusammenleben. Neue Wohn- und Pflegeformen, wie Haus- und Siedlungsgemeinschaften, die den individuellen Bedürfnisses älterer Menschen besser entsprechen. Hierzu finden Sie unter der Überschrift Zukunftsgerechtes Wohnen für jedes Alter weitere Überlegungen.

    Neue Medien – auf neuen Wege der Vereinsamung begegnen

    Die so genannten neuen Medien nehmen in unserem Leben eine immer größere Rolle ein. Medienkompetenz im Alter wird von immer größerer Bedeutung. Hier werden wir mit unseren Bildungswerken und wilhelm. tel zielgerichtete Angebote machen und dieses große Potential an Informationen und Kommunikation gerade auch älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern neu eröffnen.

    Ältere Migrantinnen und Migranten

    Ein Thema was in der Vergangenheit leider kaum Beachtung fand. Es leben inzwischen viele ältere ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger in unserer Stadt. Sie haben ihre neue Heimat hier bei uns gefunden, ihre Kinder und Familien leben hier und die Bindung in die eigene Heimat wird immer schwächer. Welche Erwartungen, Ängste und Sorgen haben sie, gerade auch im Alter? Auch Ihnen will ich Unterstützung anbieten und sie in ihrer besonderen Lebenslage in unsere Stadt weiter zu integrieren.