Zukunftsgerechtes Wohnen für jedes Alter
Ich sehe den demografischen Wandel als große Chance für mehr gemeinschaftliches Leben in unserer Stadt.
Begriffe wie generationsübergreifendes Wohnen, gemeinschaftliches Wohnen im Alter, betreutes Wohnen, Vereinbarkeit von Wohnen und Arbeiten oder barrierefreies Wohnen sind nur einige Stichworte und Aspekte, die in eine zukunftsorientierten Stadt- und Lebensplanung einfließen müssen.
Um gerade auch jungen Familien den Wege zu einem eigenen Haus zu öffnen müssen wir heute ganz flexible Bauformen und Nutzungsstrukturen zulassen. Begriffe wie ‚Wachsendes Haus‘, ‚Werkstatt-Wohnen‘ und ‚Modul-Architektur‘ müssen künftige Bestandteile unserer Stadtentwicklung sein.
Die gleiche Flexibilität wird aber auch künftig im Mietwohnungsbau erwartet.
Für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung sind die veränderten Wohn- und Raumansprüche über den gesamten Lebenszyklus der Bewohner zu beachten. Dies bedeutet, dass der junge Käufer eines preiswerten Reihenhauses sehr wohl etwas später zum Nachfrager nach dem freistehenden Einfamilienhaus werden kann. Später, wenn die Kinder aus dem Haus sind und der nun im höheren Lebensalter zu groß gewordene Garten lästig wird, nach der schwellenfreien Eigentumswohnung in zentraler, aber ruhiger, Lage nachfragen wird. Einkaufen und öffentliches Nahverkehrsmittel sollten natürlich leicht zu erreichen sein.
Dabei ist besonders die Bindung für ältere Menschen an das vertraute Wohnumfeld ein wichtiger Faktor. Für die Zukunft unserer Städte ist es notwendig den älter gewordenen Menschen ein an ihren aktuellen Bedürfnissen ausgerichtetes Wohnungsangebot anzubieten. Das bedeutet, dass Wohngebiete von der Mietwohnung über das Reihen- und Einfamilienhaus bis zu –selbstverständlich altersgerechten- Eigentumswohnung gemischt sein sollte.
Ganz nebenbei befördern derartig strukturierte Wohnviertel auch das nachbarschaftliche Zusammenleben zwischen jungen Familien und der “NachbarOma” und dem “NachbarOpa”.
